Als Austragungsort von literarischen, bildkünstlerischen und musikalischen Programmen des Szigetfestivals geht nun das Octopus Gesamtkunstgelände in das siebente Jahr seines Bestehens. Auf dem Octopus und in dem letztes Jahr eröffneten Museumsviertel gehen diesmal neben talentierten Künstlergruppen die Spitzenreiter der ungarischen Kunst an den Start. Diesmal findest du auch Theater- und Tanzprogramme in unserem Angebot!
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GROSSZELT
LITERATUR, KLASSISCHE MUSIK, BILDENDE KUNST
Tägliches Programm:
Klassische Musik: Wir möchten dir auch dieses Jahr beweisen, dass nicht nur die letzten Jahrzehnte, sondern auch die vorausgehenden Jahrhunderte musikalische Meisterwerke hervorgebracht hatten, die sich selbst deine Enkelkinder gern anhören werden...
Wenn du nicht das erste Mal bei uns bist, wirst du vieles bereits kennen. Vormittags kannst du dich an der großen Auswahl legendärer Aufnahmen in der Jukebox erfreuen, am frühen Nachmittag werden dir junge Künstler der Musikakademie immergrüne Melodien von Bach bis Mozart vorspielen.
Bei den Abendkonzerten tritt das mit dem Fringe-Preis ausgezeichnete Kammerorchester Capriccio auf. Künstlerischer Leiter ist Béla Bánfalvi, Konzertmeister der Budapester Streicher, Konzertmeisterin ist Ágnes Juhász, die 2007 an der Musikakademie als Studentin von Péter Komlós ihr Diplom erwarb. Die Sieger des Budapester Fringe-Festivals 2008 bilden wohl das jüngste Kammerorchester Ungarns. Die Orchestermusiker bewiesen schon beim Budapester Frühlingsfestival und in der Nacht der Museen, dass ihre Musik nicht nur Kennern unvergessliche Momente beschert. Ein „ständiger Komponist“ der Abendkonzerte ist der vor 200 Jahren verstorbene Joseph Haydn. Ins Repertoire wurden neben seinen Werken kammermusikalische Highlights aus vier Jahrhunderten aufgenommen.
In der Nacht kannst du dich – wie früher – bei langsamer Barockmusik auf den bequemsten Sitzpuffs des Sziget von den Strapazen des Tages erholen. Weitere Informationen findest du unter Fidelio.hu!
Literatur: 16.00-17.30 – Ein Besuch bei uns lohnt sich! 5 Tage mit 5 begabten Künstlern
Filmklub: Im MODEM werden täglich ab 21 Uhr abends – als Teil der Ausstellung „Kleine ungarische Pornographie - Über das System, in dem wir leben“ – zeitgenössische Filmwerke von Csaba Nemes, János Szirtes, László feLugossy und Marcell Esterházy gezeigt.
Ab 23 Uhr laufen dreidimensionale Kurzfilme über Israel. Mithilfe der 3-D-Brillen kannst du die Natur Israels kennenlernen, und einen Einblick in die Geschichte sowie ins vielfältige religiös-kulturelle Leben des Heiligen Landes bekommen.
Goethe-Kino 24.00-02.30. Wegen des 20-jährigen Jubiläums zum Fall des Eisernen Vorhangs haben wir unsere Lieblingsfilme zur Wende zusammengetragen. Unbedingt (wieder)sehenswert!
Mittwoch, 12. AUGUST:
15.00-16.00 Nachmittagskonzert der Schüler der Franz-Liszt-Musikakademie
16.00-17.30 Belletristenaufzug
Die Woche wird mit dem Leseball der Belletristengesellschaft eröffnet, dieses Jahr sind preisgekrönte Gesellschaftsmitglieder eingeladen, die nebenbei hervorragende Schriftsteller und Dichter der ungarischen Literatur sind: Krisztina Tóth, Ottó Kiss, Péter Kántor, László Márton, Pál Békés, János Háy, Zsuzsa Bruria Forgács, Attila Balázs und András Cserna-Szabó. Die ungetrübte Stimmung bei diesem turbulenten Leseball ist vorprogrammiert!
18.30-19.30 Haydn: Kindersinfonie, Tschaikowski: Streicherserenade
21.00-22.00 Filmvorführung im MODEM
22.00-23.00 Anita Ugyan über Expeditionen und Klettertouren
Als erste Ungarin konnte sie den höchsten Punkt der Erde erobern.
23.00-23.30 Dreidimensionale Kurzfilme über Israel, Quiz Show
24.00-02.30 Goethe-Kino: Die Berliner Mauer (2009, 12 Minuten, Kurzfilm, in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln) Die Mauer (1989-1990, 96 Minuten, Dokumentarfilm, in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln)
Donnerstag, 13. AUGUST:
15.00-16.00 Nachmittagskonzert der Schüler der Franz-Liszt-Musikakademie
16.00-17.30 Spanische Kurztänze
Die Tänzer und Musiker der letztes Jahr umjubelten Band Casi Flamenco wollen sich diesmal mit spanischen Kurztänzen die Gunst des Publikums ertanzen.
18.30-19.30 Haydn: Violinkonzert in C-Dur, Grieg: Holberg-Suite
21.00-22.00 Filmvorführung im MODEM
23.00-23.30 Dreidimensionale Kurzfilme über Israel, Quiz Show
24.00-02.30 Goethe-Kino: Promenade (2009, 11 Minuten, Kurzfilm mit Animationseinlagen)
Good bye, Lenin! (2002, 120 Minuten, in deutscher Sprache, mit ungarischen Untertiteln)
Freitag, 14. AUGUST:
14.00-18.00 Schiller-Rap, Rythm & Poetry Workshop
2009 wird der 250. Geburtstag von Schiller gefeiert. Zu diesem Anlass wollen wir seine Gedichte verrappen! Mit dabei sind die ungarischen Gewinner des internationalen Vorgänger-Wettbewerbs Schiller-Rap: D.T.Francy und die Formation K-Zaj. Anschließend folgt ein Workshop: Zuerst mit dem Vortragen von ausgewählten Schiller- und Goethe-Gedichten in Rap-Format, dann beginnt ein kreativer Workshop, bei dem Gedichte kreiert und musikalisch uminterpretiert werden. Für gute Musik sorgt die Formation K-Zaj.
18.30-19.30 Haydn: Violinkonzert in A-Dur, Barber: Adagio, Bartók: Rumänische Volkstänze
20.00-21.00 Klassischer Jazzabend der Pianistin Keren Hanan - Rachmaninow, Duke Ellington
Die griechisch-israelische Pianistin Keren Hanan, die heute in der ganzen Welt bekannt ist, trat mit den größten Dirigenten und Orchestern in Europa, Asien und Amerika auf.
21.00-22.00 Filmvorführung im MODEM
22.00-23.00 László Mécs über Expeditionen und Klettertouren
Als einer der erfahrensten Kletterer Ungarns bestieg er mit verschiedenen Expeditionen zahlreiche 8000er-Berge.
23.00-23.30 Dreidimensionale Kurzfilme über Israel, Quiz Show
24.00-02.30 Goethe-Kino: Teleportation (2009, 12 Minuten, Kurzfilm, in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln) Das Leben der Anderen (2006, 137 Minuten, in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln)
Samstag, 15. AUGUST:
15.00-16.00 Nachmittagskonzert der Schüler der Franz-Liszt-Musikakademie
16. 00-17.30 Theateraufführung von „Plasma“
Das im letzten Jahr mit zwei Preisen ausgezeichnete Stück wird bei uns neuinterpretiert. Die mit viel Humor, Gesangs- und Tanzeinlagen gespickte Aufführung wird auf das Sziget zugeschnitten. „Plasma“ ist eine unterhaltsame Fallstudie über unser heutiges Leben und unsere aktuellen, kulturellen und moralischen Affären.
18.30-19.30 Bach: Doppelkonzert d-Moll, Haydn: Quintetto Concertante, Bach: Choral aus der Kantate 147 (Arrangement)
21.00-22.00 Filmvorführung im MODEM
23.00-23.30 Dreidimensionale Kurzfilme über Israel, Quiz Show
24.00-02.30 Goethe-Kino: My Super Sea Wall (2009, 12 Minuten, Dokumentarfilm, in englischer Sprache, mit deutschen Untertiteln), Sonnenallee (1999, 94 Minuten, in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln)
Sonntag, 16. AUGUST:
15.00-16.00 Nachmittagskonzert der Schüler der Franz-Liszt-Musikakademie
16.00-17.30 Kleine Tricks, Aufführung des Gólem-Theaters
Der bereits in 22 Sprachen übersetzte Novellenband von Etgar Keret ist erst vor kurzem auf Ungarisch erschienen, er wurde aber schon zu einem Theaterstück umgearbeitet, das jetzt in einer besonderen Aufführung nur den Sziget-Besuchern präsentiert wird. Die kurzen Texte sind ironisch und verblüffend.
17.30-18.30 Bei einem Etgar-Keret-Workshop werden die einfachen und dennoch vielfältigen Kurznovellen des Schriftstellers vorgestellt. Seine Helden treten meist in Alltagssituationen auf, aber ihre heile Welt bricht im Handumdrehen zusammen, wenn etwas Merkwürdiges, eine Kleinigkeit, eine ungewöhnliche Fähigkeit in den Vordergrund tritt. Die Workshop-Teilnehmer können auch den ungarischen Übersetzer András Borgula kennenlernen.
18.30-19.30 Vivaldi: Die vier Jahreszeiten – Der Sommer, Haydn: Sinfonie in C-Dur No. 60
21.00-22.00 Filmvorführung im MODEM
23.00-23.30 Dreidimensionale Kurzfilme über Israel, Quiz Show
24.00-02.00 Goethe-Kino: WAGAH (2009, 12 Minuten, Dokumentarfilm, in Hindi und englischer Sprache, mit deutschen Untertiteln), Nach dem Fall (1999, 86 Minuten, Dokumentarfilm, in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln)
HOFGELÄNDE
Baobab interaktive Installation 14.00-21.00
Die Holzkonstruktion des 5,5 Meter hohen Baobab (Affenbrotbaum) ist die größte Attraktion einer mittelosteuropäischen Wanderausstellung. Die gemeinsame Roadshow des Vereins „Messzelátó“ und der Kampagne 350.org führt 2009 durch zahlreiche Städte in Polen, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Ziel des Projekts Baobab ist es, auf die Wirkungen des Klimawandels und die Bedeutung einer Zusammenarbeit aufmerksam zu machen. Die um den Baobab versammelten Menschen werden befragt und fotografiert. Ihre Botschaft wird an die zuständigen Behörden vor Ort, der EU und der UNO sowie an internationale Pressemitglieder gesandt, weil wir fest daran glauben, dass unser Wort zählt und dass wir auf die internationale Entscheidungsprozesse sowie unsere Zukunft Einfluss nehmen können. Der Baobab wird in Kopenhagen vor den mächtigsten Menschen der Welt aufgestellt und im Rahmen einer Foto- und Videoausstellung die Geschichte seiner Reise (inkl. des Sziget-Festivals) verkünden. www.350.org. www.messzelato.hu
Regimewechsel? Instrumentenwechsel! - Klanginstallationen
József Tasnádi: Die alte Platte Das Werk hebt auf die in den letzten 20 Jahren in Ungarn erfolgten Umwälzungen ab und verweist zugleich auf das „Präparierte Klavier“ von John Cage. Die Installation versucht die den Kunstrichtungen PopArt, Fluxus und Dadaismus eigene Ironie, kritische Haltung, Heiterkeit und Humor zu vermitteln. Programme zur Installation:
István Kántor - Sein Video „Reichsstadt“ läuft jeden Abend 21.00 bis 22.00.
Das wichtigste Thema von Performancekünstler, Filmemacher, Neoist und Revolutionär István Kántor - aka Monty Cantsin oder Amen! – ist der Untergang der Technologie und der Kampf des Individuums in den technologiebesessenen Gesellschaften. Mit seinen sich radikal ändernden und extrem kreativen Ambitionen nimmt er immer seine Umgebung und gesellschaftliche Stellung ins Visier. Sein Werk „Reichsstadt” entstand beim Residency-Programm in Berlin und setzt sich mit Fragen der Einsamkeit, Technologie und der Low-Budget-Revolution auseinander.
Evelin Tóth – Performance Donnerstag, 13. August 20.00-21.00
Die Sängerin mit der Ausnahmestimme vereint bei ihrer Vorführung den klassischen Stil mit traditionellen Techniken aus dem Osten. 2006 gewann sie den ersten Preis in der Kategorie Beste Sängerin beim Theaterfestival in Szeged.
Zsolt Sörés – Performance Samstag, 15. August 20.00-21.00
Der visuelle Dichter und Experimentier-Künstler war seit 1994 bei zahlreichen Dichter-, Performance- und Musikfestivals dabei.
Freies Dirigentenspiel: Mittwoch, 12. August; Donnerstag, 13. August; Sonntag, 16. August 15.00 bis 18.00!
Das Publikum kann an den Instrumenten von Tóbiás Terebessy und der Medence-Gruppe unter Anleitung von István Rimóczi / Bélaműhely spielen. Singende Statuen im Raum, nachmittags Kurse.
Die Interessierten können verschiedene Instrumente und Kunstobjekte aus merkwürdigen Elementen kennenlernen. Fundobjekte, Industrieartikel und Haushaltsgegenstände erscheinen aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst als neue Klangeinheit.
Die israelische Botschaft präsentiert die Fotoausstellung Pixrael
Zum 60-jährigen Bestehen von Israel und zum 100. Geburtstag von Tel Aviv schrieb der Organisationsverein KIDMA einen öffentlichen Wettbewerb für Amateur- und Profifotografen aus. Dieses Jahr können auch die Festivalbesucher die von der namhaften Jury als die besten gewerteten Bilder betrachten. Die Bilder zeigen die tausend Gesichter von Israel aus dem Blickwinkel ungarischer Touristen.
„RE-DRESSING – Denke über deine Garderobe nach“ – Modenschau / Samstag, 21.00-22.00
Vorstellung der besten aus recycelten Materialien gebastelten Kleider, die auch bei internationalen Wettbewerben anerkannt wurden.
Das Projekt verfolgt das Ziel, die 3R-Initiative „reduce – reuse– recycle”, und durch gezielte Aufgaben den Umweltschutz und die ökologische Umorientierung zu fördern. Stiftung Retextil – Projektleiterin Erika Pataki.
Sponsoren: Modellagentur ZAHÍR, Pécs; Veronika Lombosi Visagistin; EKF 2010 Pécs; DDRMK Pécs
Erstellen von Anagrammen: Anagramm-Manufaktur 14.00-19.00
Die Namen der interessierten Besucher und Fußgänger werden von Márta Sarankó in verschiedenen Sprachen zu individuellen Anagrammen umgeformt.
Literarisches Fahrrad:
Fahrrad. Wenn jemand in die Pedale tritt, erscheint ein junger und bekannter Schauspieler auf dem Bildschirm und trägt eine Keret-Novelle vor. Das literarische Fahrrad ist solange in Betrieb, bis gestrampelt wird...
MOME-ZELT
„Zwischen 20 und 30 – Die Wende und ich. Die Wende und sie”
Jeden Tag 15.00 bis 24.00 Uhr. Filmvorführungen, Kunstobjekte und interaktive Spiele im Octopus-Hof und im MOME-Zelt. Im MOME-Zelt wird der Wende vor 20 Jahren gedacht. Tagsüber flattern drei großformatige Fahnen des MOME-Studenten Domonkos Harkai durch den Wind. Sie werden jeden Tag um 15 Uhr im feierlichen Rahmen auf einen 4 Meter hohen Bambusmast gehisst. Die Fahnen nehmen auf die Zeit zwischen 1989 und 2009 und die in dieser Zeit bedeutenden gesellschaftlich-individuellen Faktoren Bezug. Währenddessen können die Festivalbesucher im Zelt Videoclips und Interviews auf einem Bildschirm verfolgen, die auf Erlebnissen der MOME-Studenten beruhen. Am Nachmittag macht unser Filmstab Interviews mit den Sziget-Besuchern, die zu Erfahrungen und Kenntnissen über wichtige geschichtliche Ereignisse befragt werden. Die Interviews werden nach Einbruch der Dunkelheit auf der Fahneninstallation der MOME-Studentin Viola Fátyol im Zelt abgespielt. Auf der Webseite www.huszonevesek.hu gibt es weitere Informationen zur Wende.
MAKETTLABOR Workshop
Kreativer Workshop im Zeichen der Wiederverwertung jeden Tag 14.00 bis 19.00 Uhr
Im Rahmen der Programme zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation wird das MakettLabor auf das Gelände des Sziget-Festivals verlegt. Die Einbeziehung des Publikums in die schöpferischen Tätigkeiten ist Teil unserer Bemühungen, die Menschen zum Einkaufen mit Köpfchen anzuregen. Mit vorgefertigten Taschenteilen erwarten wir in unserem Workshop alle Besucher, die selbst kleine Gegenstände basteln wollen.
OCTOPUS ARTSHOP
Du kannst die Produkte junger ungarischer Kunstgewerbler kennenlernen und kaufen. Innovative, spaßige und individuelle Taschen, T-Shirts, Schmuckwaren und sonstige Accessoires in jeder Menge. Wer diesmal mit dabei ist: Bagaboo – Kurier- und individuelle Taschen, Tamás Bohus - Bakelituhren und besondere Streichhölzer, Cangira – Alles, was du zum Radfahren in der Stadt brauchst: Fahrradtaschen und Sonstiges, Dotty – Deine Lieblingsanstecker, Koodform - bunte, spielerische Schmuckwaren und sonstiger Schnickschnack, Renate Mag (MaRabu) - individueller Schmuck aus Perlen, Federn u.a. - Zsuzsanna Magony - ARKA-Kollektion (in Taschen verwandelbare Pullover), Musu - lustige Bekleidung nach dem Motto „Nachdenken, lachen, radfahren”.
Ausgefallene Fahrradmodenschau und Fahrraddemo beim Sziget!
Donnerstag, 13. August und Samstag, 15. August 16.00 bis 17.00 Uhr
TAROT LABYRINTH
Mit den großen Arkana auf der Suche nach uns selbst, Rollenspiele, interaktive Spiegel.
2009 ist das siebente Jahr der Tarot Labyrinthe und das zehnte Jahr der Octopus-Labyrinthe unter Mitwirkung der LIVING PICTURE COMPANY. Jeden Tag 15.00 bis 23.00 Uhr.
24.00-02.00: Filmvorführung über die Labyrinthe der letzten zehn Jahre, Diskussion mit den Filmemachern.
Der OCTOPUS TAROT LABYRINTH ist ein Ort der Selbsterkenntnis – ein achteckiger dreidimensionaler Irrgarten, in dem es gilt, den Weg zum Turm zu finden. Das Labyrinth ist ein Mysterium. Ein heiliger Pfad, der nicht durch die Form der Windungen zum Labyrinth wird, sondern durch die in uns nach dem zurückgelegten Weg stattfindenden mentalen Veränderungen.
In diesem Irrgarten bilden das Labyrinth und das Tarot als der Lebensweg und seine einzelnen Stationen eine mysteriöse Einheit. Am Eingang musst du von 24 Karten wählen, die als über tausendjährige Symbole für alle unsere Lebensrollen stehen und Große Arkana genannt werden (Arkanum bedeutet ‚Geheimnis’). Während deiner Wanderungen im Labyrinth wirst du – in einem mit der gewählten Tarotkarte farblich identischen Hut – ein Arkanum verkörpern. Die Tarot-Blätter nennen wir auch Spiegeltore, einerseits weil du durch dieses Tor das Labyrinth, genauer gesagt dein eigenes Labyrinth betreten kannst, weil jeder einen anderen Weg gehen wird, andererseits wirst du dort mit deinem inneren Spiegelbild und Selbst konfrontiert.
Wenn du noch niemals in deinem Leben ein Tarot-Blatt gewählt hast, wird das Spiegelbild die Rolle zeigen, die du in deinem Leben am häufigsten besetzt, die also mit dir identisch ist. Dieses Blatt wird daher „Einweihungskarte“ genannt und beantwortet die Frage „Wer bin ich im Leben?“ Ist das nicht dein erstes Mal, dann nimm einfach ein zu deiner aktuellen Lebenslage passendes Tarot-Blatt und stelle die folgende Frage: „Wer bin ich jetzt? Was muss ich mir von dem, was mit mir jetzt passiert, bewusst machen?“
Wenn du dich im Labyrinth auf die Suche nach dir und auf den Weg zur Selbsterkenntnis machst, erwarten dich in den einzelnen Gängen die lebendig gewordenen Großen Arkana und helfen dir, deine vom Schicksal auferlegte Rolle nachzuvollziehen. Sie sind auch eine Art Spiegel, sie halten dir von ihrer Rolle aus einen Spiegel für deine Rolle vor. Betrachte sie und finde heraus, welcher Spiegel für dich der klarste und aufrichtigste ist. Diese Reflexionen entstammen den Teilnehmern selbst oder sie wurden von ihnen ausgewählt.
Ziel des Spiels ist es, dass du dich mit deiner Rolle identifizierst und dadurch auch mit den anderen Suchenden in Kontakt trittst. Für dieses Selbsterkenntnisspiel ist es empfehlenswert, die Bedeutung der Großen Arkana zu kennen, denn auf diese Weise kannst du die an dich gerichteten Botschaften besser verstehen oder nachvollziehen. Die Beschreibung der Großen Arkana ist auf der Webseite des Labyrinths: www.tarotlabirintus.blogspot.com, Bilder und Programmvorschau auf der Seite www.medencecsoport.hu/projektek/octopus-labirintus/tarot-labirintus zu finden.
Labyrinthentwurf, Rollenspiel: Zsófia Bérczi, Konstruktion: Tóbiás Terebessy, Design: Medence-Gruppe, in der Rolle der lebendigen Großen Arana treten auf: 1.Magier: Júlia Bársony 2. Hohepriesterin: Krisztina Birtalan 3. Herrscherin: Judit Komáromi 4. Herrscher: Attila Argalász 5. Prophet: Fedor Guido Szarka 6.Scheideweg: Zsófi Árik 7. Wagen: Miklós Iván Ónody 8. Gerechtigkeit: Boga Fenyvesi 9. Eremit: Gergő Mindák 10. Schicksalsrad: Alíz Miklusicsák 11.Kraft: Sarolta Nagy-Abonyi 12 Gehängter: Jeromos Bolyácz 13.Tod: Jenő Nyika 14. Mäßigkeit: Zsófia Bérczi 15. Teufel: Gábor Harsay und Ágnes Berczeli 16.Turm: Emese Deák 17. Stern: Zsuzsi Fenyvesi 18.Mond: Fruzsina Nagy 19.Sonne: Árpád Labant und Réka Gulyás 20. Gericht: Andris Fenyvesi 21. Welt: Kata Törzsök 22. Narr: Zoltán Zemlényi 23.Erde: Ágnes Sarlós 24.Tor: Julianna Zsófia Laczkó, Vince Harangozó, Béla Benza
www.livingpicturecompany.blogspot.com, livingpicture.co(at)gmail.com
THEATER- UND TANZBÜHNE
Tägliches Programm
11.00-13.30 Yoga für die Inselbewohner
14.00-16.00 Taj Chi für die Inselbewohner mit Zoltán Nagy
15.00-18.00 Táp-Theater: Einminütige Aufführungen
Um eine alte Tradition aufleben zu lassen, eröffnet das TÁP-Theater dieses Jahr wieder das Ein-Minuten-Theater beim Sziget-Festival! An jedem Nachmittag gibt es eine einminütige exklusive Aufführung für einen einzigen Zuschauer! Besucht das TÁP-Zelt!
21.30-21.45 und 00.00-00.15 Filterperformance
Die Filterperformance ist die Zerstörung der Postmoderne, bei der die Bewegung in der Bewegungslosigkeit stehenbleibt und die uralten Elemente von den Konventionen losgelöst aufeinandertreffen. Stellt bitte Fragen! Der stärkere Hund oder der größere Fisch? Der eine betritt den Raum, der andere verlässt ihn, was bleibt, ist der Raum, er verändert sich aber auch.
Mittwoch, 12. AUGUST:
17.30-19.30 Kontakt Jam für die Inselbewohner beim Hören klassischer Musik unter Anleitung von Nagy Zoltán
22.00-23.00 Ensemble von Krisztián Gergye: Es fühlt sich überall wohl, aber im Paradies fühlt es sich am wohlsten Zeitgenössisches Tanzritual „Die von Gergye und seinem Team aus der Mischung von Ton und Blut inszenierte Aufführung pulsiert im Raum wie ein gigantisches Lebewesen. Das Ganze ist ein ununterbrochenes Sichwandeln (...) Ihre Gegenwart ist unsere verbannte Vergangenheit oder unsere unerträgliche Zukunft. Eine überwältigende Aufführung, die sich mit beschämender Selbstsicherheit der vor neugierigen Blicken geschützten Masse diverser in die tiefsten Ecken der Seele verbannter Gefühle und Instinkte annimmt.“ (erschienen in Tamás Jászay: Perpetuum mobile, Irodalmi Jelen) Choreographie, Inszenierung: Krisztián Gergye Darsteller: Katalin Fodor, Marianna Tárnok, Flóra Domokos, Mariann Hargitai, Nikoletta Gresó, Melinda Virág, Krisztián Gergye, Gábor Bora, Zoltán Katonka Gesang: Ágens Kostümbildnerin Móni Béres Musikmontage, Lichtdesign, Körperbemalung: GK Hang: Ferenc Boudny
Donnerstag, 13. AUGUST:
17.30-19.30 Kontakt Jam für die Inselbewohner beim Hören klassischer Musik unter Anleitung von Tímea Györke
22.00-23.00 HODWORKS
Im Werk von Hód geht es darum, die Alltäglichkeit, die Banalität bzw. ihre Mischung zu zeigen.
Die Tänzer verstehen es, aus ihrem tänzerischen Ich und ihrem Körper auszutreten. Faszinierend ist auch, dass sie sich nicht sofort hinter einer Bewegung verstecken, wenn ihnen spontan nichts einfällt. So wird der Tanz nicht zu einem erzwungenen Fluchtweg. Das gut inszenierte, und sich auch zur Zufälligkeit bekennende Stück handelt von der vergessenen und manchmal fieberhaft gesuchten Intimität, ohne dabei in Pathos zu verfallen. Die natürlich-lässige Sketch-Reihe von Adrienn Hód ist das Ergebnis einer die Sprache der Menschen verstehenden und sprechenden Künstlerin - deren Neugier nicht nachgelassen hat.“ (erschienen in: Krisztina Horeczky: Wissenschaft aus dem Alltag. Népszabadság)
Musiker: Mizsei Dr, T. Bali (I.O.N.) Tänzer: Garai Júlia, Vass Imre Licht: Orsolya Pete und Vorführung: Zoilly Inszenierung: Adrienn Hór
Sponsoren: OKM, NKA, Stiftung OFF, Stiftung Workshop, NCA, Neue Künstlerstiftung
Freitag, 14. AUGUST:
17.30-19.30 Kontakt Jam für die Inselbewohner beim Hören klassischer Musik unter Anleitung von Krisztina Ferencz
22.00-23.00 Boglart: Seiltanz
Tanz: Boglárka Böröczffy-Farkas, Anna Réti
Musik: Jakab Máté - Schlagzeug, Ádám Móser - Akkordeon
Konzeption, Choreographie, Kostüm: Boglárka Böröczffy-Farkas
... Wenn unabhängig von unseren Beziehungen nichts existiert, müssen wir darauf verzichten, in scharfen Gegensätzen zu denken.
Samstag, 15. AUGUST:
15.00 és 16.00 Kollektiv des natürlichen Unheils: FiP
Wie in den Vorjahren möchte das Kollektiv des natürlichen Unheils auch diesmal den Mann auf der Straße ansprechen. Im Vorjahr, als die verdummende Wirkung der Werbungen und Massenprodukte thematisiert wurde, erfand das Kollektiv einen Energiedrink, der in allen Lebenslagen eine Lösung bot. Jetzt knüpft sich das Kollektiv das politische Schlachtfeld vor. Es wird daher die „Partei Fixer Ideen“ (FIP) „gegründet“, die in allen Krisensituationen, sei es politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher oder (vor allem) kultureller Natur, einen Ausweg kennt.
Die Gründer der FIP: György Árvai, Katalin Dombi, Zoltán Imre, László Katona, Katalin Kántor, Viktória Kulcsár, Attila Szirtes, Edit Szűcs
17.30-19.30 Kontakt Jam für die Inselbewohner beim Hören klassischer Musik unter Anleitung von Scott Wells (USA)
22.00-23.00 Ensemble von Rita Góbi: Tachyon
Das Konzept der Tanzperformance Tachyon von Rita Góbi und ihrem Ensemble beruht auf den extravaganten und multifunktionalen Kostümen von Zsuzsa Tresz. Die Aufführung wurde schon in zahlreichen Orten begeistert aufgenommen, von einer Freilichtbühne in Brüssel über das Opernhaus bis hin zu etlichen Budapester Kneipen. Das letzte Mal bekam sie beim Festival of Choreographic Miniatures in Belgrad den Publikumspreis.
Unter dem Schutz der Kostüme mischen sich die Tänzer und Musiker unter die Menschen und necken das arglose Publikum. Sie beherrschen die Szene, bewegen sich hin und her, tanzen frei herum, faszinieren und schaffen eine fröhliche Stimmung. Plötzlich legen diese komischen Figuren ihre Gewänder ab und es stellt sich heraus, dass sich unter den Kostümen noch merkwürdigere Figuren verbergen. An dieser Stelle hört das Drehbuch auf, der Ausgang ist immer ungewiss. Die Pointe lässt auch beim Sziget nicht auf sich warten.
Darsteller: Beáta Egyed, Anna Orosz, Szilveszter Székely, Pál Szepesi Musik: Gáspár József
Gesang: Gyurity István Kostüm: Tresz Zsuzsa Choreographie: Góbi Rita
Sonntag, 16. AUGUST:
17.30-19.30 Kontakt Jam für die Inselbewohner beim Hören klassischer Musik unter Anleitung von Gábor Goda
22.00-23.00 Das TÁP-Varietee und das Performance-Theater präsentieren: Odysseus
…Konzert – Theater – Konzert…
Erzähler: György Karsai / Odysseus: István Busa / Chor: Sosa Juristovszky, Ádám Schönberger / Kalypso: Anna Szandtner / Hermes: Zoltán Czutor / Athene: Flóra Polnauer / Poseidon: László Katona / Zeus: István Dankó / Kirke: Adél Jordán / Nausikaa: Piroska Mészáros / Teiresias: Gábor Váradi / Zyklop: Vécsi Tibor / Alkinos: Csaba Gosztonyi / Penelope: Yang Li / Telemachos: Zsolt Máté
Tänzer: István Baraksó, György Dege, Dorottya Kapitány, Krisztine Szalay
Ferner: László Bódis, Gábor Csík, Tamás Keresztes, Lehel Kovács,…
Dramaturgin: Bori Sebők / Video: András Juhász und Boldizsár Péter / Kostüm: Sosa Juristovszky / Choreographin: Hajnalka Lisztócky / Musikalischer Leiter: Echo-Gruppe (Sosa Juristovszky, Ádám Schönberger)
Inszenierung: Vilmos Vajdai
Gesungen/gerappt/gesteppt wird von Odysseus, Nausikaa, Kirke, Giganten, Zyklopen, Lotusessern u.a.
Und natürlich die Sirenen:
Komm, besungner Odysseus, du großer Ruhm der Achaier!
Lenke dein Schiff ans Land, und horche unserer Stimme.
Denn hier steurte noch keiner im schwarzen Schiffe vorüber,
Eh' er dem süßen Gesang aus unserem Munde gelauschet;
Und dann ging er von hinnen, vergnügt und weiser wie vormals.
Uns ist alles bekannt, was ihr Argeier und Troer
Durch der Götter Verhängnis in Trojas Fluren geduldet:
Alles, was irgend geschieht auf der lebenschenkenden Erde!
Planung, Ausführung und Betreuung des Octopus Gesamtkunstgeländes ist die Medence-Gruppe.
(LOGOK) Medence-Gruppe, MakettLabor, Innovation und Kreativität 2009